EM-Ankara 2010
Vom 12.-19.7 flog ich nach Ankara zur diesjährigen Europameisterschaft. Die ersten 4 Tage war ich die einzige österreichische Fahrerin, denn ich war auch die einzige die das Zeitfahren bestreiten sollte. So war es für mich im Grunde Luxus pur: 1 Mechaniker, 1 Masseur und 1 sportlicher Leiter und das alles nur für mich=)
Ich freute mich auf das 25km lange Zeitfahren, obwohl sich eine gewisse Nervosität schon in den letzten 3 Tagen breitmachte. Am Mittwoch war dann das offizielle Training am Zeitfahrkurs, das aufgrund des unglaublichen Verkehrs und der fehlenden Erfahrung der türkischen Polizeieskorte in einem ziemlichen Chaos endete. Dennoch konnte ich mir den Kurs gut einprägen und mochte ihn eigentlich auf Anhieb. Um 12:17 Uhr war dann am nächsten Tag der Start für mich, also war noch genügend Zeit um mich perfekt vorbereiten zu können. Leider bekam ich nur einen Zeitfahranzug mit langen Ärmeln, was bei ca. 40Grad nicht gerade fördernd war.
Im Rennen selbst ging es mir gefühlsmäßig richtig gut. Ich überholte sogar die 1 Minute vor mir startende Italienerin und war dann später im Ziel eigentlich ganz zufrieden mit meiner Leistung. Als ich dann aber nur 24te wurde, konnte ich meine Enttäuschung nicht verbergen. Ich hätte mir eine bessere Platzierung gewünscht. Gewonnen hat die Russin Alexandra Burchenkova.

Für mich galt es nun meine Enttäuschung so schnell wie möglich zu analysieren und zu verarbeiten um mich dann 100%ig auf das Straßenrennen konzentrieren zu können. Mit Christina Kollmann hatte ich im Straßenrennen eine weitere Österreicherin an meiner Seite. Das U23-Frauenrennen war erst am Nachmittag und so konnte ich mir das Juniorenrennen live im Fernsehen ansehen und mir ein noch besseres Bild vom Straßenkurs zu machen. Als wir dann endlich bei geschätzten 45Grad starteten, fühlte ich mich gut und konnte mich an den Schlüsselstellen immer vorne im Feld präsentieren. Da der Kurs aber extrem schnell war, war es in den ersten 8 Runden für eine Spitzengruppe nicht möglich, länger als eine halbe Runde vorne zu bleiben. In der letzten Runde attackierten dann aber die richtigen Fahrerinnen und ich hatte Probleme mich der 8-köpfigen Spitzengruppe anzuschließen. Meine letzte Hoffnung waren schlussendlich die Italienerinnen, die sich vorne im Hauptfeld einreihten und ordentlich aufs Gas drückten, um die Ausreißergruppe erneut zu stellen. Leider gelang uns das nicht mehr (es fehlten knappe 100m) und so blieb mir nichts anderes übrig, als um den 9.ten Platz zu sprinten. Noch dazu kam, dass ich Krämpfe bekam und es mir praktisch unmöglich war, stehend zu sprinten. Als dann schlussendlich der 19te Platz für mich raussprang war ich im Grunde recht zufrieden. Damit hatte ich auch mein nicht so gutes Zeitfahren wieder wettgemacht.=) 

Ankara war eine tolle Erfahrung für mich und ich bin froh, dort gewesen zu sein!
Eure Jacqueline


Hallo Jacqueline,
tolle Leistung. Zum heutigen Geburtstag alles Gute.
Bussi Elisabeth
Hey alte, ups sorry
jetzt bisch schon 19, wahnsinn!!!
Alles Liebe und Gute im neuen Lebensjahr, vorallem aber Gesundheit!!!!
Bussi